Callcenterbetrüger sind gestern bei einer Ingolstädterin erfolgreich gewesen. Die 80jährige wurde abends von einer unbekannten Nummer aus angerufen. Im Laufe des Telefonats teilten ihr mehrere Personen mit, dass ihr Sohn im Krankenhaus wäre und eine Krebsdiagnose erhalten haben. Jetzt würde sofort viel Geld für teure Medikamente benötigt. In ihrem Schreck packte die Frau mehrere tausend Euro und verschiedene, wertvolle Münzen ein und übergab sie an ihrer Wohnungstür im Konradviertel.
Hier eine Beschreibung des Geldabholers : er ist etwa 30 Jahre alt, 1 Meter 65 groß und kräftig, er sprach Hochdeutsch und hat ein nordeuropäisches Erscheinungsbild, er trug ein dunkles Cap und dunkle Oberbekleidung. Er fuhr ein helles Fahrzeug.
Die Kriminalpolizeiinspektion Ingolstadt rät:
Seien Sie grundsätzlich misstrauisch bei derartigen Anrufen!
Beenden Sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche Daten bzw. Informationen preiszugeben!
Übergeben Sie niemals Bargeld, Schmuck oder sonstige Wertgegenstände an Ihnen unbekannte Abholer!
In Deutschland ist die medizinische Notfallbehandlung oder die lebensnotwendige Verabreichung von Medikamenten niemals von einer vorherigen Barzahlung oder Kautionsstellung abhängig!
Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung!
Sprechen Sie auch mit Ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!
Rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei unter einer dem Telefonbuch entnommenen Telefonnummer an, in eiligen Fällen auch unter der Notrufnummer 110.