Ein aufmerksamer Mitbewohner in einem Ingolstädter Seniorenwohnheim hat gestern Vormittag geholfen, den Abholer eines Schockanrufers dingfest zu machen. Gegen 10 Uhr hatte sich ein Anrufer mit der bekannten Masche bei einer 78jährigen Heimbewohnerin gemeldet. Eine nahe Angehörige könnte nach einem schweren Unfall nur durch die Zahlung einer hohen Kaution vor dem Gefängnis bewahrt werden. Die Frau war bereit ihr Bargeld herauszugeben, ein Mitbewohner wurde darauf aufmerksam und informierte die Polizei. Bei einem 40jährigen, in Tschechien lebenden Ukrainer klickten die Handschellen, er befindet sich in Untersuchungshaft. Die Kripo Ingolstadt prüft auch einen Zusammenhang mit anderen Taten, denn am Donnerstag hatten Unbekannte bei einer 68jährigen mit der gleichen Geschichte 9.000 Euro erbeutet. In beiden Fällen wurden die Telefonate komplett in russischer Sprache geführt, der Muttersprache der beiden Frauen.