Im Prozess um dubiose US-Immobiliengeschäfte des Bistums Eichstätt will der ehemalige Finanzdirektor der Diözese nicht aussagen und sich auf sein Zeugnisverweigerungsrecht berufen. Der hochrangige Geistliche, gegen den zeitweilig auch ermittelt worden war, begründete den Antrag damit, dass er erneut ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten könnte. Der Zeuge soll in der kommenden Woche vernommen werden – das Landgericht München muss jetzt über den Antrag entscheiden.
Ein ehemaliger Anwalt des Bistums, der die Strafanzeige gegen die beiden Angeklagten auf den Weg gebracht hat, berichtete vor dem Landgericht München von seiner damaligen Arbeit im Finanzwesen.
Seiner Aussage nach habe das Bistum keinerlei Kontrolle über die Verwendung der Millionen gehabt, das Geld sei auch teilweise zwischen den einzelnen Immobilienprojekten hin und her geschoben worden.
Der Prozess gegen den ehemaligen stellvertretenden Finanzdirektor und seinen Geschäftspartner soll es morgen mit den Aussagen der Ermittlungsbeamten der Kripo weiter gehen.
Quelle: Domradio.de