Mit rund 300 km/h über Felsbrocken – vermutlich ein Streich oder eine Mutprobe von Jugendlichen hat auf der Bahnstrecke am Samstagabend auf Höhe Stammham für einen Großeinsatz gesorgt. Ein ICE fuhr kurz nach 18 Uhr mit hoher Geschwindigkeit über drei Steine, die jeweils die Größe eines Basketballs hatten. Es gab einen Knall, verletzt wurde niemand, aber der Zug wurde leicht beschädigt. Nach einer technischen Überprüfung fuhr er noch bis zum Ingolstädter Hauptbahnhof. Reisende konnten dort in einen anderen Zug umsteigen. Die Bundespolizei rückte aus, fand rund um die Gleise die Überreste der Felsbrocken. Auch ein Hubschrauber, Hundeführer und zahlreiche Polizisten waren im Einsatz. Die Beamten sahen zwei Jugendliche in der Nähe, die konnten unerkannt entkommen. Die Bahnstrecke zwischen Ingolstadt Nord und Kinding war insgesamt rund dreieinhalb Stunden wegen der Suche und der Prüfung der Gleise gesperrt.