Im Prozess um den Finanzskandal im Bistum Eichstätt hat heute der frühere Finanzdirektor zentrale Vorwürfe zurückgewiesen. In seiner Aussage vor dem Landgericht München II erklärte er, dass er sich vom Angeklagten, seinem ehemaligen Stellvertreter nicht getäuscht sieht. Die umstrittenen Immobilien-Investitionen in den USA seien ihm nachvollziehbar dargestellt worden. Auch der Vermögensverwaltungsrat des Bistums sei über die Auslandsinvestitionen informiert gewesen, Nachfragen oder Einwände habe es nicht gegeben. Der Eindruck, er habe spekulativ gehandelt, sei falsch. Allerdings räumte der ehemalige Finanzdirektor ein, dass er sich zu stark auf die Sachkenntnis des Angeklagten verlassen und die Geldanlage nicht selbst besser geprüft hat.