Ingolstadt

Rentner stundenlang telefonisch unter Druck gesetzt

04. Dezember 2023 , 11:43 Uhr

Ein Rentner in Ingolstadt ist von Betrügern mehrere Stunden unter Druck gesetzt worden, bis er sein gesamtes Barvermögen an einen falschen Polizisten in Zivil übergeben hat. Wie die Polizei erst heute mitteilte, klingelte am vergangenen Donnerstag um 9 Uhr bei dem 87jährigen Ingolstädter das Telefon. Eine Frau gab sich als Polizistin aus und teilte mit, dass in der näheren Umgebung mehrere Raubüberfälle begangen worden seien. Deshalb seien Bargeld und Schmuck im Haus des Mannes nicht mehr sicher und er sollte sie an die Polizei übergeben. Die Frau redete stundenlang auf den 87jährige ein und schließlich wollte gab der Mann nach. Er zahlte am Donnerstag zwischen 18 und 19 Uhr einen fünfstelligen Betrag an einen Geldabholer.

Hier eine  Beschreibung des Mannes : Er ist etwa 1 Meter 70 groß, schlank und war dunkel gekleidet. Er trug eine dunkle Mütze, hatte einen leichten Bartansatz und sprach akzentfreies Deutsch.

Anrufe dieser Art sind längst keine Seltenheit mehr. Immer mehr Haushalte werden telefonisch von sogenannten Callcenterbetrügern kontaktiert und mit der oben geschilderten Masche massiv unter Druck gesetzt – Die Kriminalpolizei Ingolstadt rät in solchen Fällen:
– Legen Sie am besten auf, wenn Sie nicht sicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.
– Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotrufnummer 110 an! Das machen nur Betrüger. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Aber nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste!
– Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer an!
– Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
– Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen!
– Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei!
-Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen!
– ​​​​​​Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!
– Verinnerlichen Sie sich das Phänomen!

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