Der Enkel hatte einen Autounfall, die Tochter sitzt im Gefängnis. Das sind typische Maschen von Telefonbetrügern. Allein innerhalb der letzten zwei Tagen haben sie drei Rentern aus unserer Region insgesamt 81.000 Euro aus der Tasche gezogen. Von den Schockanrufen betroffen waren ein Rentnerehepaar aus Neuburg, ein 85-jähriger Mann aus Manching und eine 65-jährige Frau aus Ingolstadt. Teilweise holten die Täter das Geld selbst ab und waren sogar im Haus. Die Kriminalpolizei Ingolstadt ermittelt und gibt folgende Tipps, um solche Verbrechen vorzubeugen:
- Beenden Sie das Telefonat, wenn Sie sich unter Druck gesetzt fühlen!
- Geben Sie am Telefon niemals Auskunft über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen!
- Die echte Polizei wird niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen fordern, um Ermittlungen durchzuführen oder um Kautionen zu stellen! Auch die Forderung hoher Summen für angeblich dringend notwendige Medikamente zur Behandlung von Verwandten ist eine perfide Masche der Betrüger.
- Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen daher unter der Ihnen bekannten Nummer an!
- Die Polizei kontaktiert Sie niemals unter der Polizeinotrufnummer 110! Das machen nur Betrüger. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Aber nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste!
- Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu (Verwandte, Nachbarn, Freunde).
- Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!